Chicken Adobo

Die Geschichte des philippinischen Adobo reicht in präkoloniale Zeiten zurück, als es eine Methode zur Konservierung von Fleisch durch Einlegen in Essig war. Spanische Kolonialisten brachten ihre eigenen Kochtechniken mit, was zur Namensgebung „Adobo“ führte. Diese Fusion aus einheimischen und spanischen Einflüssen formte das heutige Gericht. Adobo ist zu einem wesentlichen Bestandteil der philippinischen Küche geworden, mit zahlreichen regionalen Variationen, aber einem Kern aus Essig, Sojasoße, Knoblauch und Gewürzen.

Heute ist Adobo eines der wichtigsten und beliebtesten Gerichte in den Philippinen. Es ist ein Eintopf aus Huhn oder Schwein, mariniert in Essig, Sojasoße, Knoblauch und Gewürzen, dann langsam gekocht.

Herausforderungen beim Kochen von Adobo

Adobo gilt nicht unbedingt als aufwendig in der Zubereitung, sondern eher als zeitaufwändig oder mit spezifischen Schritten verbunden, die Geduld erfordern. Hier sind einige Gründe, warum die Zubereitung von Adobo als aufwendig empfunden werden kann:

  1. Marinierzeit: Eine entscheidende Phase bei der Zubereitung von Adobo ist die Marinierung des Fleisches. Das Fleisch sollte idealerweise mehrere Stunden oder über Nacht in einer Mischung aus Essig, Sojasoße, Knoblauch und Gewürzen eingelegt werden.
  2. Langsames Kochen: Um das beste Ergebnis zu erzielen, wird Adobo normalerweise langsam auf niedriger Hitze gekocht. Dies bedeutet, dass das Fleisch über längere Zeit sanft köcheln muss, um zart und saftig zu werden und gleichzeitig die Aromen der Marinade vollständig aufzunehmen.
  3. Reduzieren der Soße: Nach dem Kochen wird die Soße oft weiter reduziert, um sie dick und konzentriert zu machen. Dieser Schritt erfordert Geduld und Aufmerksamkeit, da die Soße regelmäßig umgerührt werden muss, um sicherzustellen, dass sie nicht anbrennt.
  4. Technik und Erfahrung: Obwohl die Grundzutaten einfach sind, erfordert die Feinabstimmung der Aromen und die richtige Balance zwischen Essig, Sojasoße und Gewürzen etwas Erfahrung und Können, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Insgesamt kann die Zubereitung von Adobo als aufwendig empfunden werden, weil sie eine sorgfältige Planung, Zeit und Aufmerksamkeit erfordert, um ein wirklich herausragendes Gericht zu kreieren.

Ein hochwertiges Chicken-Adobo zeichnet sich durch folgende Merkmale aus:

Ausgewogene Marinade

  • Die Marinade besteht aus einer perfekten Balance von Essig, Sojasoße, Knoblauch, Lorbeerblättern und Pfefferkörnern.
  • Diese Balance sorgt für eine harmonische Mischung aus sauren, salzigen und würzigen Aromen, die den Geschmack des Hühnchens intensivieren und gleichzeitig die natürlichen Aromen ergänzen.

Langsames Kochen

  • Das Hühnchen wird langsam auf niedriger Hitze gekocht.
  • Langsames Kochen ermöglicht es dem Fleisch, die Aromen der Marinade vollständig aufzunehmen, und sorgt dafür, dass das Hühnchen zart und saftig bleibt.

Gleichmäßige Karamellisierung

  • Vor dem Köcheln wird das Hühnchen oft in etwas Öl angebraten, bis es leicht gebräunt ist.
  • Diese Technik erzeugt eine tiefe, reichhaltige Karamellisierung, die dem Gericht eine zusätzliche Geschmacksdimension und eine ansprechende Farbe verleiht.

Reduzierte Soße

  • Die Soße wird nach dem Kochen reduziert, bis sie dick und konzentriert ist.
  • Eine dickere Soße haftet besser am Hühnchen und intensiviert den Geschmack, indem sie die konzentrierten Aromen der Marinade auf das Fleisch überträgt.

Frische Zutaten

  • Verwendung von frischem Knoblauch, hochwertigem Essig und Sojasoße sowie frischen Lorbeerblättern.
  • Frische Zutaten bieten eine lebendigere und intensivere Geschmacksqualität im Vergleich zu getrockneten oder minderwertigen Alternativen, was zu einem insgesamt frischeren und authentischeren Geschmackserlebnis führt.

Diese Merkmale tragen maßgeblich dazu bei, dass ein Chicken-Adobo reich an Geschmack und Textur ist, was es zu einem beliebten und geschätzten Gericht in der philippinischen Küche macht.

Im Jeepney Café servieren wir seit Anfang an traditionelles Chicken Adobo.

Hinter den Kulissen: Die Malagos Chocolate Farm

Endlich war es so weit und wir würden mit eigenen Augen sehen, wo unsere philippinische Schokolade wächst! Es war der nächste Morgen nach unserer Ankunft in Malagos und wir trafen uns mit Jamie zur lang ersehnten Tour über die Malagos-Kakao-Plantage.

Wer hätte das überhaupt jemals vermutet, dass wir uns einmal „auf der anderen Seite“ wiederfinden würden? Anstatt Schokolade genüsslich im heimischen Wohnzimmer zu genießen, schleppen wir uns bei 35 Grad im Schatten durch heiße Vormittagssonne. Was tut man nicht alles, um zu sehen, wo sein Essen so herkommt!

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Reise ins Kakao-Paradies der Philippinen

Da standen wir nun: Vor dem Gebäude des „Davao International Airport“ bei 35 Grad im Schatten und etwas ratlos umherschauend. „Do you need a taxi?“ fragen uns wartende Filipinos. Nein, brauchen wir nicht, wir sind auf der Suche nach dem Bus, der uns bis nach Malagos fahren wird.

Erst später erklärte uns eine freundliche Standbetreiberin, dass die Busse nicht direkt vom Flughafen abfahren sondern vom Highway, der etwa 10 Gehminuten entfernt vom Flughafen liegt. Mit einer Flasche Wasser ausgestattet machten wir uns auf den Weg, vorbei an den schwer bewaffneten Wachposten am Flughafeneingang bis zum Highway. „Reise ins Kakao-Paradies der Philippinen“ weiterlesen

Kaffee aus den Philippinen

Im März waren wir für zwei Wochen in den Philippinen unterwegs, um uns mit den lokalen Kaffeebauern und Produzenten zu treffen. Die Philippinen sind durch ihre Lage eines der wenigen Länder weltweit, die alle vier Kaffeesorten — Arabica, Robusta, Excelsa und Liberica — anbauen können. Mit einer Kaffeeproduktion von 80.000 Tonnen befinden ist das Land auf dem 16. Platz. Damit sind die Bohnen eine echte Rarität und trotz ihrer hohen Qualität nur schwer zu bekommen.

Blick aus dem Hotel in Baguio
Blick aus dem Hotel in Baguio

Unsere Arabica-Kaffeebohnen kommen aus dem Norden der Insel Luzon — der Benguet-Region rund um Baguio. Also führte unsere Reise in diese Bergregion: „Kaffee aus den Philippinen“ weiterlesen